Solmisation und tonale Didaktik – Josef Karner (Buchbesprechung)

Ich bin an das Buch “Solmisation und tonale Didaktik” von Josef Karner durch ein Missgeschick geraten. Ich habe mich bei Amazon beim Löschen der Bücher verklickt, als ich auf der Suche über Bücher war, die mir erhellen sollten, wie Solmisation in der praktischen Anwendung aussehen kann.Unter diesem Gesichtspunkt war dieses Buch ein klarer Fehlkauf. Aber weil ich gelesen habe, will ich doch davon berichten. Dieses Buch erschien mir als ein sehr eigenwilliges Buch.

Josef Karner versucht das System der Solmisation zu modifizieren und dann einzusetzen, um die von Heinrich Schenker begründete Reduktionsanalyse erlebbar zu machen.

Es ist schwer für mich die praktische Relevanz des Buches einzuordnen. Grundsätzlich ist die Thematik so dargestellt, dass man, wenn einem daran liegt, das Konzept eigenständig für seinen Unterricht umformen muss.

Aber das Hauptproblem des Buches dürfte für viele der Bezug auf die von Heinrich Schenker begründete Reduktionsanalyse sein.

Ich bin dieser Reduktionsanalyse schon öfters über den Weg gelaufen. Aber es gibt ein Kuriosum. Obwohl Schenker ein Österreicher war, gibt es die Bücher von ihm mehr oder weniger nur in Englisch, die aber nicht sehr billig sind. Die deutschen Bücher, so weit ich es gesehen habe, sind antiquarisch und die Preise bewegen sich über 100 Euro.

Karner erklärt die Theorie für meine Begriffe zu schlecht, als das sein Büchlein hilfreich wäre.

Fazit: Irgendwie interessant, aber bringt mich nicht so richtig weiter.

 

Der Beitrag wurde am Freitag, den 19. März 2010 um 08:10 Uhr veröffentlicht und wurde unter Buchbesprechung abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

 

Eine Reaktion zu “Solmisation und tonale Didaktik – Josef Karner (Buchbesprechung)”

  1. Prof. Thomas Buchholz Am 5. August 2010 um 18:42 Uhr

    http://www.buchholz-komponist.de/downloadpad.html#sol

    Ein kleiner Buch-Hinweis zur Solmisation auf der Basis der JALE-Silben. Im Proinzip ist die relative Somisation ausschließlich dem Singen und der Gehörbildung vorbehalten. Sie reduziert den Kreis der Tonarten auf die zwei Modelle von Dur und Moll und erleichtert in Kombination von Handzeichen und Tonsilben die Darstellung von Tonhöhenproportionen in Tonskalen und Akkorden. Kinder einer Grundschule haben in nur 2 Jahren das Blattsingen einfacher Lieder erlernt, weil jede Musikstunde pro Woche mit 5 Minuten Solmisationsübung begann. Bei Erwachsenen in Kursen brauchte ich etwa 1 Woche, bis musikalisch vorgebildete (nicht studierte!) Menschen einfache Lieder von Blatt absangen. Aber Vorsicht, wie bei jeder gründlichen Methode führt auch nur die Solmisation dann zum Erfolg, wenn sie konsequent angewendet wird. Für das Instrumentalspiel ist die Reduktion der Tonarten auf Ihre Intervallmodelle unbrauchbar. Aber es wäre wünschenswert, wenn so mancher Instrumentalist auch ohne die Hilfe seines Instruments die Musik auf dem Papier verstehen würde. Aber das ist wohl eine nur eine Hoffnung!

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