Erfahrungen mit Gleitsichtbrille

Als das Thema Alterssichtigkeit bei mir vor kurzem anstand, konnte keiner der älteren Kollegen mit Erfahrungen dienen ob Gleitsicht im Unterricht und beim Spielen funktioniert.
Daher will ich jetzt über meine Erfahrungen berichten. Ganz offen so richtig schlüssig bin ich noch nicht. Meine Situation ist besser, aber sie ist nicht richtig gut.

Voraus geschickt sei meine Altersichtigkeit hat mich nicht beim Spielen oder Üben gestört, sondern in anderen Ding des Alltages.

Erst einmal wie funktioniert Gleitsicht.
Und mit diesen Zonen beginnen die leicht unliebsamen Nebeneffekte. Diese Nebeneffekte haben hauptsächlich mit musikalisch bedingten Körperbewegungen zu tun. Da sich der Kopf bewegt, aber die Augen eher einen Punktfixieren, streicht die Blickachse über alle Bereiche des Brillenglases. Also die Noten z.B. sind plötzlich unscharf. Damit bin ich aber nach einer Weile zu Recht gekommen.
Aber was mir auffällt, ich habe zwei Unterrichtsräume, deren Böden sehr klar gemustert sind. Teilweise wird mir nur in diesen Räumen beim spielen leicht schwindelig. In den anderen Räumen nicht. Ich vermute, dass es mit der unterbewussten Fokussierung auf das Bodenmuster zusammenhängt, während sich mein Körper zur Musik bewegt.

Bei den ganz kleinen Schülern taucht das Problem auf, dass ich nach unten sehe, aber damit durch den Nahbereich der Gläser. Damit sehe ich ihre Noten, Finger usw. unscharf. Grundsätzlich muss man bei Gleitsicht das Bewegungsverhalten des Kopfes verändern. Das habe ich eigentlich überall hinbekommen. Aber bei diesem Punkt (hoffentlich) noch nicht.
Aber obwohl ich jetzt besser sehe, sind die Augen nach einem Unterrichtsnachmittag ermüdeter. Ich nehme an, da ich mich beim Spielen sehr viel bewege, dass meine Augen mehr vergebliche Fokussierungsarbeit leisten müssen als bisher.

Aber es wird besser.

 

Der Beitrag wurde am Freitag, den 3. Juli 2009 um 08:54 Uhr veröffentlicht und wurde unter Eingeschoben, praktisch abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

 

5 Reaktionen zu “Erfahrungen mit Gleitsichtbrille”

  1. Elke Am 24. August 2009 um 19:46 Uhr

    Hallo, ich spiele und unterrichte seit langem Gitarre. Und bin ebenso lange Brillenträgerin. Irgendwann kam zu meiner Kurzsichtigkeit die Weitsichtigkeit hinzu, und nun trage ich u.a. eine Gleitsichtbrille. Aber n u r für den täglichen Gebrauch, zum Gitarrespielen (oder auch für den Computer) eine spezielle, für diese Entfernung angefertigte Brille. D.h., für die “mittlere” Entfernung.
    Wie du schreibst, verändern sich beim Spielen die Entfernungen zum Notenständer oder Instrument, nur leicht zwar, aber so, daß die Brille nicht mehr “paßt”. Mir machte das auf Dauer keinen Spaß und war mir auch zu anstrengend, deshalb die “Mittelbrille”.
    Ich fühle mich nun beim Spielen wieder wohl und kann - auch wenn’s natürlich eine zusätzliche Geldausgabe ist - so eine Spezialbrille nur empfehlen.

    Gruß, Elke

  2. Stephan Zitzmann Am 25. August 2009 um 10:06 Uhr

    Hallo,

    danke für den Hinweis. Was mich etwas ärgert, aber dafür kannst Du nichts, die Möglichkeit einer Brille für mittlere Entfernung habe ich damals mit meinem Optiker besprochen und der hat diese Lösung vehement verworfen.

    Ist diese Brille bei dir eine Gleitsichtbrille oder eine mit Einheitsstärke?

    GS

  3. Elke Am 25. August 2009 um 11:44 Uhr

    Was ist das denn für ein Optiker? Will der nichts verdienen? Ganz abgesehen davon, ist das m.E. Quatsch. Mein Augenarzt und zwei Optiker haben sich positiv für eine “Mittelbrille” ausgesprochen und meine Erfahrung damit beweist das.
    Ein kleiner unterer Teil meiner Gläser ist für Nahsicht, aber nicht gleitend. Das finde ich gut, wenn man mal schnell ein Notenblatt genauer ansehen möchte.
    Ich habe vorher die Entfernungen gemessen, sodaß die Brille perfekt paßt.

    Gruß, Elke

  4. Elke Am 26. August 2009 um 11:28 Uhr

    Hallo, hatte schon eine Antwort geschrieben, die aber leider nicht erschien!? Deshalb nochmal kürzer:
    Mir haben mein Augenarzt und zwei Optiker zu der Mittelbrille geraten.
    Es ist eine Brille mit einem kleinen Nahsichtteil, finde ich gut, wenn ich mal ein Notenblatt genauer anschauen möchte. Es ist keine Gleitsichtbrille.

    Gruß, Elke

  5. Stephan Zitzmann Am 26. August 2009 um 11:49 Uhr

    Hallo und Danke,

    Beiträge erscheinen erst, wenn ich sie freischalte und ich habe gerade die erste Woche nach den Sommerferien. Es lebe die Organisation um den Stundenplan.

    Danke für die Hinweise.

    GS

Einen Kommentar schreiben

Gitarrenunterricht Frankfurt Blog is powered by WordPress | WP.de Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS).