Das Schöne am Bücher lesen ist, dass ich Sachen finde, die ich nicht gesucht habe, aber trotzdem geistig anregend finde. In dem Buch “Motivation und Handeln” wird eine Zusammenhang zwischen Zielen und Vorsätzen festgestellt. Dieser Zusammenhang entspricht meiner Erfahrung nicht dem herkömmlichen Sprachgebrauch. Deswegen erläutere ich diese Unterscheidung.
Weiter wird festgelegt. Vorsätze dienen dem Erreichen eines Zieles. Die Autoren legen ausdrücklich darauf Wert, dass bei einem Vorsatz ein Reiz definiert werden muss, bei dem dann ein bestimmtes Verhalten aktiviert wird. Dies ist deswegen so wichtig, weil man festgestellt hat, dass genau diese Definition eines Ausgangsreizes entscheidend dafür ist, ob das Verhalten wirklich initiiert wird. Die Häufigkeit, dass geplantes Verhalten ausgeführt wird, steigt signifikant, wenn man einen Auslösereiz für diese Handlung definiert.
Die Planung, wenn ich xyz sehe, dann bin ich nett zu ihm, ist eher von Erfolg gekrönt, als der Gedanke, ich will zu xyz nett sein.
Leider wurde nicht darauf eingegangen, wie weit dieser Mechanismus noch wirkt, wenn ein Lehrer solche Wenn-Dann-Anweisungen formuliert. Doch die beschriebenen Versuchsanordnungen legen nahe, dass dieser Mechanismus nicht nur bei Selbstinstruktionen wirkt, sondern auch bei Instruktionen Dritter.
Persönlich fände ich spannend, ob durch gewisse Formulierungsregeln Anweisungen im Unterricht besser umgesetzt werden. Ob es einen Unterschied macht, wenn ich sage:
Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass ich nicht nur die Semantik geändert habe, sondern auch den Situationsreiz konkreter beschrieben habe. Dies wird mit als Bedingung genannt, damit ein Vorsatz erfolgreich initiiert wird.
Aber letztendlich stellt sich die Frage, die ich mir selbst noch nicht zufriedenstellend beantwortet habe, kann es sein, dass wir Instrumentallehrer im Sinne der obigen Definition vielleicht zu viele Ziele definieren, aber zu wenige Vorsätze formulieren.
Es gibt einige Dinge, die gelten so generell, dass es schwer fällt, sie so zu formulieren, dass sie in dieses Wenn-Dann-Raster passen.Vielleicht ist es sogar so, dass man wegen dieser Allgemeingültigkeit gar nicht auf die Idee kommt, es entsprechend zu formulieren.
Hier einige Ideen. Statt
Es gibt weitere Möglichkeiten, bei denen man dieses Vorsatzmodell ausprobieren oder verwenden kann.
Der Beitrag wurde am Freitag, den 24. April 2009 um 08:05 Uhr veröffentlicht und wurde unter Unterricht abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
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