Ich möchte an dem Griffwechsel von E nach A zeigen, wie man Griffwechsel analysieren kann. Mit meinem Grafikrogramm kann ich nur eine rudimentäre Vorstellung von den Möglichkeiten geben, insbesondere beschränke ich mich auf eine zweidimensionale Darstellung. Derjenige, der diese Art der Analyse hilfreich findet, muss sie selbst für sich ins Dreidimensionale erweitern.
Die meisten analysieren ihre Griffwechsel in Bezug auf das Griffbrett. Dabei versuchen sie sich die Bewegungsbahnen der einzelnen Finger bezogen zum Griffbrett klar zu machen.
Betrachtet man das beim Wechsel E-A, hat da jeder Finger etwas zu tun. Vielleicht dämmert schon manchem Leser, dass diese Bewegungsbahnen etwas eigenartig sind.
Betrachtet man aber die Bewegungsbahnen der Fingerkuppen bezüglich der Grundgelenkslinie der linken Hand, stellt man ziemlich schnell fest, dass sich eigentlich nur der erste Finger bewegt.

Da ich überfordert bin Finger darzustellen, sieht man leider nicht, dass sich der erste Finger eigentlich nur im Mittelgelenk streckt und am zweiten und dritten Finger vorbei geführt wird. Dabei wird die Spreizung zwischen erstem und zweitem Finger aufgegeben, in dem sich der erste Finger an den zweiten anschmiegt. Diese Bewegung erfolgt aus dem Grundgelenk des ersten Fingers.
Für den Positionswechsel des zweiten und dritten Finger ist eigentlich die Bewegung der Grundgelenkslinie verantwortlich. Die beiden Finger bewegen sich kaum.
Theoretisch gesehen müsste man die Bewegung der Grundgelenkslinie wie folgt analysieren.

Leider habe ich festgestellt, wenn ich den Mittelpunkt der Grundgelenkslinie in Wirklichkeit beobachten will, dass ich nicht die Bewegungsbahn klar erkennen kann. Meinen Schülern geht es ähnlich.

Ich habe deswegen beobachtet, was ich bisher vermutlich unterbewusst beobachtet habe. Ich nehme das Grundgelenk des ersten oder vierten Fingers als Drehpunkt und beobachte dem entsprechend die Kreisbahn die das Grundgelenk des vierten oder ersten Fingers beschreibt. Dies ist fasslicher und lässt sich deswegen leichter merken.
Am Anfang des Artikels sprach ich von der Notwendigkeit einer dreidimensionalen Analyse. Dies ist besonders hilfreich bei der Grundgelenkslinie.
Der Beitrag wurde am Freitag, den 12. Dezember 2008 um 08:01 Uhr veröffentlicht und wurde unter Technik, Übemethodik, Übematerial, praktisch abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
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