Aus meinem Vergleich Saxophonunterricht und Gitarrenunterricht weiß ich, dass das Thema Artikulation im klassischen Gitarrenunterricht bei weitem nicht so viel Zeit gewidmet wird wie bei den Blas- und Streichinstrumenten. Aber es ist trotzdem ein interessantes Thema.
Die erste Frage ist, wie kann man ein Bewusstsein für Artikulation erwerben. Durch Nachahmung, aber nicht mit der Gitarre. Singe einfach kleine Melodiebögen von Melodieinstrumenten nach und versucht die Töne zu imitieren. Die Imitation geschieht dadurch, dass Du versuchst eine geignete Silbe für den Ton herauszufinden.
Jetzt beobachte mal, wie sich deine Töne verändern, wenn Du sie dir als einzelne Silben denkst. Versuche einen Ton zu spielen, den Du mit “m” beginnst und dann spiele den Ton indem Du an ein “d” denkst. Anfänglich ist es ganz gut die Silbe laut mitzusingen.
Du wirst hoffentlich merken (es funktioniert leider nicht bei jedem), dass Du je nach Silbe deine Saite anders anschlägst. Leider veränderst sich der Ton nicht so stark, wie bei den Melodieinstrumenten.
Jetzt kannst Du dir zu einzelnen Melodiebögen mal Silben ausdenken. Du wirst merken, es verändert das Spiel. Wenn Du dann dir noch überlegst, wie Du die Tonübergänge gestaltest, wirst Du merken, dass dein Spiel lebendiger und artikulierter wird.
Der Beitrag wurde am Freitag, den 7. März 2008 um 08:22 Uhr veröffentlicht und wurde unter Übemethodik abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
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