Mir fällt immer wieder auf, dass bei meinen Schülern sich die linke Hand entspannt oder die Töne nicht mehr scheppern, wenn man über die Richtung der Kraft spricht, in welche die Finger drücken.
Einfaches Beispiel. Man greift ein tiefes und hohes “g” mit dem dritten und vierten Finger. Wenn man das zum ersten Mal macht, mag das hohe “g” nicht so recht klingen. Man drückt dann einfach mehr, bis der Ton kommt.
Interessant ist aber, in was für eine Richtung man den Druck erhöht. Stellt man sich die Kraftrichtung als Pfeil (wissenschaftlich wertvoll als Vektor) vor, dann wird dieser Pfeil meistens 90 Grad zum Griffbrett stehen. Die wenigsten drücken die Fingerkuppe auch noch leicht nach außen, so dass der Kraftpfeil deutlich schief zum Griffbrett ausgerichtet ist. Dieser Krafteinsatz spart aber letztendlich viel Kraft.
Also, wenn mal wieder etwas mal etwas scheppert, aber alles ordentlich aussieht oder ein Ton ziemlich schwer zu halten ist, dann spielt auch mal mit der Richtung der Kraft, mit der ihr drückt.
Der Beitrag wurde am Freitag, den 29. Februar 2008 um 08:46 Uhr veröffentlicht und wurde unter Technik, Übemethodik abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Eine Reaktion zu “Vektor oder Kraftrichtung”
Ich gebe meinen Schülern auch gerne diesen Ratschlag, stelle aber immer wieder fest, dass besonders Anfänger den Vektor des kl. Fingers schräg nach unten richten weil er einfach noch nicht flexibel genug ist. Die Schüler können es sich dann schon vorstellen wie sie es machen sollen, bekommen es aber nicht auf Anhieb hin. Den kleinen Finger trainieren wir dann aber in Fingerübungen extra.
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